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Ausbildung
1960-1962 Grundstudium: Werkkunstschulen Münster und Bremen
1962-1963 Studienaufenthalt in Hackensack, New Jersey, USA; Zeichenkurse am Englewood Arts Center und der New School, New York
1963-1964 Gaststudentin an der Universität Münster im Atelier für künstlerisches
und wissenschaftliches Zeichnen
1964 Studienaufenthalt in Paris; Aktzeichnen an der Académie de la Grande Chaumière
1965-1971 Studium der Malerei an der heutigen Universität der Künste Berlin (MA)
1971-1972 DAAD-Stipendium für ein Studium der Freien Grafik am Royal College
of Art, London (Certificate)
Seit 1976 Studienaufenthalte in Mexiko/1979-80 Atelier in Tepoztlan, Morelos
1978-1979 Luftbrücken- und Fulbright-Stipendien für ein Film- und Fotostudium am
San Francisco Art Institute (BA)/Quadrille Ball-Stipendium für weiterführende Filmstudien
Akademischen Erfahrung
2008 Konzept und Organisation des internationalen Symposiums „Kunstgeschichte als Dialog, 1965-2008” in der Europäischen Akademie in Berlin und Herausgabe des Buches “Geteilte Zeit, Fragen und Antworten”
2007 Konzept und Begleitprogramm einer Ausstellung zum 100. Geburtstag von Frida Kahlo im Haus am Kleistpark Berlin
2001 Konzept und Organisation des internationalen Symposiums “Leben im Spiegel/Kunstgeschichte im Dialog” mit Kulturamt Neukölln und Herausgabe des Buches “Reflexionen-Reflections”
1996, 97, 98, 99 und 2004 DAAD-Gastdozenturen an den Kunstfakultäten der Universitäten in Salamanca und Madrid, Spanien, in Klausenburg, Rumänien und an der Universidad Autónoma Metropolitana in Mexiko-Stadt
1990-1993 Konzeption und Projektleitung der ”Galerie Lebendiges Museum”, Berlin
1982-1987 Leitung des Fachbereichs Kunst und Kreativität an der Volkshochschule Berlin-Wedding
1972-1976 Dozentin für Freie Grafik am Medway College of Design Rochester, Kent, und am Gloucestershire College of Art & Design, Cheltenham, England
Gisela Weimann

Mein Arbeitsansatz ist geprägt von interdisziplinären, künstlerisch-praktischen und theoretisch motivierten Dialogen, die ich über Jahre fortsetze, um mir wichtige Fragestellungen nachhaltig zu thematisieren. Seit den 70er Jahren versuche ich für beide Ebenen, die des Alltags und die der Kunst, eine verbindende visuelle Darstellungsform und Struktur zu finden, die sie als gleichwertige soziokulturelle Prozesse fassbar werden lassen. In den 80er Jahren haben sich aus diesen Recherchen meine Arbeitsschwerpunkte entwickelt: multimediale Projekte, interaktive Klanginstallationen und experimentelle Musiktheater-Produktionen, an denen Künstler mehrerer Fachrichtungen und unterschiedlicher nationaler Herkunft und das Publikum beteiligt sind. Häufig verwende ich dabei Spiegel als Arbeitsmaterial, archetypisches Symbol der Selbstbefragung und Medium der Kommunikation. Vorgefundene architektonische Details werden ihrer normalen Funktion enthoben, Alltagsgegenstände verwandeln sich in Kunstwerke und Alltagsereignisse in komplexe kommunikative Prozesse über die zeitgenössische Kunst integrativ vermittelt wird. Aktuelle Produktionen sind meine „Küchen Symphonie“ und die 2001 entstandene „Oper für 4 Busse“. Eine vertraute Alltagssituation wie die Fahrt in einem Stadtbus oder eine Mahlzeit verwandeln sich dabei in komplexe Gesamtkunstwerke im öffentlichen und privaten Raum.
Arbeitsproben:
"Bläserballett" Weimann Sisters Limited Berlin 2006