
Eva Bertram, born 1964, lives and workes in Berlin
Freelance artist, mainly working in photography
Numerous national and international exhibitions
Since 2007 lecturer at "Neue Schule fuer Fotografie Berlin"

Im Klein- und Großstädtischen, in der Peripherie, innerhalb der eigenen Familienstruktur, in der Liebe: Überall lauern durchaus liebenswerte Unvereinbarkeiten zwischen Sehnsucht, Bemühung und Täuschung – und ihre sichtbaren Folgen. Denen bin ich auf der Spur. Eine Detektivin der kleinen Verschiebungen sozusagen, fasziniert vom Fremden im Vertrauten und vice versa.
In smalltowns or metropolises, in outskirts, in family context, in love: All over the place are lurking likeable discrepancies between longing, trying and deception – and their visible consequences. That is what i am on the prowl for. Like a detective of small displacements, fascinated by the foreignness in the familiar and otherwise.
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Ihre hohe Kunst der kleinsten Verschiebung macht Eva Bertram zu einer Bildmagierin, die die Hölle der Idylle um die Ecke ebenso hervorzukehren versteht wie das Paradiesische der Kippe. Sie treibt ihre Kunst der Ambivalenzen in strenger Formalität und raffinierter Kompositionstechnik.
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Dieser konzentrierte poetische Realismus bildet die sichtbaren Realitätselemente, wie die Allerweltswahrnehmung sie anordnet, nicht ab, sondern ordnet sie in einer visuellen Erkenntnis einander so zu, daß die Beziehung, in die sie damit treten, etwas vom Sein hinter ihrer Wirklichkeit in einem Effekt geringster Verfremdung aufscheinen läßt.
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Andreas Steffens, aus "Irreführung ins Gewünschte,
Eva Bertrams fotografischer Inselzauber", 2008